Aktivitäten der ARGE Höhle und Karst Stuttgart 2015-2016

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Tourenbericht Schandtauber 2, 15.08.2017

Eingang S2 Schon lange war dieser Ausflug in die selten besuchte Schandtauberhöhle 2 geplant. Das Interesse war von Anfang an groß, obwohl der Termin auf einen Werktag in Baden-Württemberg fiel.

Für einige unserer neuen Mitglieder war diese immerhin über 3km lange Höhle neu und damit interessant, so dass sie die über zwei Stunden Anfahrt in Kauf nahmen. Einige Gäste warteten ebenfalls schon lange auf eine Gelegenheit die Höhle zu sehen.

Zweck der Befahrung war zum einen die Kartierung von Saurierknochen, zum anderen die Montage eines Schildes, dass dem Höhlenforscher die Landesgrenze auch unterirdisch anzeigt. Dafür wurde eigens ein 90x60cm großes Straßenschild angefertigt.

Bayern Schild BW Schild
Wie verabredet um 11:00 waren alle da. Man hatte den Eindruck an einem Betriebsausflug teilzunehmen. Noch nie drängten so viele Leute sich darum, nass zu werden. Das muss wohl an dem hochsommerlichen Wetter liegen. Trotz sehr viel Regen an den Tagen zuvor in vielen Teilen des Landes, war der Wasserstand in der Höhle äußerst niedrig. Zwölf Teilnehmer kletterten in den Schacht hinab, während Sibylle draußen Buch führte, damit niemand in der Höhle zurückbleibt.



Fahrtenbericht Pfalzstollen, 20. Juni 2017

Am Di. 20.Juni 17 durfte ich zwei Führungen im Pfalzstollen machen. Morgens um 9.Uhr besuchte mich eine Gruppe mit 15 Personen vom Kindergarten aus Bösingen.

Die Einführung begann mit einer kurzen landschaftlichen Beschreibung mit Blick zum Wald Richtung Haugenlochhöhle. Zum Verständnis der bevorstehenden Besichtigung gab es auch einen kleinen Rückblick in die Geschichte.

Erwartungsvoll und mutig kletterte dann die junge Gruppe, ausgerüstet mit Stirnlampe und Taschenlampen, die sichere Aluleiter hinunter zu den dunklen, geheimnisvollen Gängen und Hallen. Mit dem Gefühl, zurück in längst vergangene Zeit forschen zu können, durchsuchten sie wie kleine Schatzsucher jeden dunklen Winkel.

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Eine Besonderheit war auch der Fund eines Skeletts von einer Erdkröte, die laut Strittmatter viele Jahre in den dunklen Hallen gelebt hat.

Beim besichtigen von einem Teil des Tuffsteinstollens staunten die jungen Besucher am meisten über die großen Röhren in den Wänden. Es sind fossile Abdrücke von Baumstämmen aus einer Zeit vor 20 000 Jahren.

Zur heimatkundlichen Ergänzung zeigte Wolfgang noch mit einer kurzen Diaschau spannende Bilder von verschiedenen Höhlen und Erdeinbrüchen aus der nahen Umgebung unserer Heimat. Dabei gab es auch einen Blick in Ihre heimatliche Höhle in Bösingen.

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Inzwischen machte sich auch die Kälte in dem tiefen Keller bemerkbar. Nach dem glücklichen Ausstieg zum sonnige Tageslicht lud noch die sommerliche Wärme alle zu einer gemütlichen Vesperpause auf der Wiese vor dem Stolleneingang ein.

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Am Abend gab es nochmal so eine Führung. Eine Erwachsenengruppe von acht Personen aus Fluorn-Winzeln erfreute sich gleichfalls an der geschichtsträchtigen, kühlen Umgebung.

Bericht: Wolfgang Stritmatter


Fahrtenbericht Wasserfallhöhle 28. Mai 2017.

Ganz den guten Vorsätzen unserer kürzlichen Mitgliederversammlung folgend trafen sich sieben Interessierte am Parkplatz bei der Wasserfallhöhle bei bestem Sommerwetter.

Wenn man sich das Gangformat der Höhle in der Nähe des Siphons kennt, ahnt man das Potential, besonders wenn man die gelegentlich fließenden gewaltigen Wassermassen gesehen hat.

Zunächst wurde der Endversturz fachkundig inspiziert. Hier haben sich schon vor Jahrzehnten Arge-Mitglieder betätigt, seitdem kann man den recht Versturz in einem freigeräumten Kriechgang etliche Meter entlang der Wand „begleiten“. Der heute wegen des heißen Sommerwetters besonders kalte und sehr starke Luftstrom kommt allerdings von oben aus dem Versturz herab. Alle halten eine Freiräumung dort oben für zu problematisch: Sehr viel Material müsste heruntergeschafft werden, die Gefahr, dort oben eingeschlossen zu werden, besteht. Auch Daniel bevorzugt „untenrum“.

Wir verlassen die Höhle, der Elan ist gedämpft. Doch wann bekommen wir schon mal so viele Leute zusammen für eine Ausräumaktion? Wolfgang holt Geräte und Werkzeug, Daniel macht sich ans Werk. Wir bilden eine „Menschenkette“ die liegend gegen die Blockierung der Gang-Fortsetzung zu protestieren scheint. Ein schwerer Block nach dem Anderen wird nach hinten gerollt und in der Nähe des ehemaligen Siphons aufgetürmt. Ohne die vielen Mitmacher würde das mehrmals so lange dauern. Wer nicht arbeitet, friert sehr wegen der starken Zugluft, so ist regelmäßiger Wechsel der Steinschlepper garantiert.

Nach wenigen Stunden hat sich der Kriechgang um ca. 2-3m verlängert. Am derzeitigen Ende ist auch die linke Wand nicht mehr stabil, sondern möchte abkippen. Gewaltige, bewegliche, Blöcke werden mit Stahlstützen in Schach gehalten. Dahinter wartet rundherum lockerer Versturz auf weitere vorsichtige Ausräumung. Allerdings ohne starken Luftzug.

Wir belassen es momentan dabei, verlassen die Höhle und wärmen uns draußen wieder auf. Auch wenn ein Durchbruch noch in weiter Ferne ist, so bleibt doch das Gefühl einer guten gemeinsamen Aktion von neuen und alten Mitgliedern und Gästen.

Michael Ross
Fotos: Wolfgang Stirttmatter

7 Forscher und 1 Hund Im Kaltluftstrom des Eingangs

7 Forscher und 1 Hund voller Tatendrang.

Im Kaltluftstrom des Eingangs.

Menschenkette mit Sitzblockade Wolfgang besorgt die Endlagerung

Menschenkette mit Sitzblockade.

Wolfgang besorgt die Endlagerung.

Zwischen Felswand und Versturz Zwischen Versturz und Versturz

Zwischen Felswand und Versturz (Blick auswärts)

Zwischen Versturz und Versturz (abgekippte Wand).


Vortrag: Fuchslabyrinth Bad Mergentheim am 20. Februar 2017

Fast 400 Interessierte strömten am 20. Februar in den Großen Kursaal Bad Mergentheims, um einen Blick in die fremdartigen Welten des auf 12,5km Ganglänge vermessenen Fuchslabyrinths von Schmalfelden zu erhaschen.
Mehr Information unter: Fast 400 interessierten sich für das Fuchshöhlenlabyrinth


Vortrag: Fuchslabyrinth Schrozberger Schloß am 26. November 2016

Am Samstag, den 26. November, drängten über 200 interessierte Bürger sich im Kultursaal des Schlosses, um mehr über Schrozberg's berühmteste Höhle, das Fuchslabyrinth, zu erfahren, die nun auf über 12km Länge vermessen ist.

Die Präsentation begann mit einem kurzem Auftakt-Video, das die Beschwerlichkeit des Fortkommens in der Höhle eindrücklich zeigte.

Danach wurden die Sprecher des Abends (Michael Wasmund, Thomas Rathgeber, Markus Pantle, Sibylle Mertsch) vorgestellt. Am lebenden Modell unseres Mitglieds Daniel Weyerstall wurde die notwendige Ausrüstung erklärt.

Es folgte ein längerer Film, der das Publikum vertraut machte mit der Bedeutung der Höhlenforschung im Verständnis der unterirdischen Wasserwege und mit den verwendeten Techniken zur Dokumentation.

Direkt anknüpfend an den historisch anmutenden Beginn des Films spannte Michael Wasmund den Bogen von alten Aufzeichnungen aus dem Jahre 1788 bis zur jüngsten Forschungsgeschichte des Fuchslabyrinths.

Nach einer Pause, in der die Besucher die Fotos von Sibylle Mertsch und ausgestellte Funde im Vorraum bewundern konnten, (hier mehr Information) erläuterten Thomas Rathgeber und Markus Pantle die Funde mit sehr viel wissenschaftlichen Sachverstand.

Beendet wurde die Veranstaltung mit einer von Sibylle Mertsch angefertigten Diashow. Die Schönheit der gezeigten unterirdischen Räume beeindruckte alle.

Eine kurze Beschreibung der Veranstaltung ist auch hier zu lesen.


Radiointerview 16.10.2016:
Radio StHörfunk, Crailsheim - Michael Wasmund über das Fuchslabyrinth.
Zum Hören, hier klicken.


Forschung im Wassergang
Am 28. September fand erstmalig ein Tauchgang im Fuchslabyrinth statt.
Das Hohenloher Tagblatt berichtet darüber hier.


Eurospeleo 2016, England
Mitte August besuchten Mitglieder der Arge die Tagung Eurospeleo 2016 bei Austwick in den Yorkshire Downs, England.
Lesen Sie den Bericht hier.


Haugenlochhöhle
Am 22. August gab es einen weiteren Versuch der Haugenlochhöhle ein Geheimnis zu entreissen.
Ausführlicher Zeitungsbericht hier.


Tourenbericht 07. Mai 2016

Auf angenehm ruhiger Autobahn (wegen dem langen Wochenende) geht's mal wieder Richtung Hohenlohe. Als ich etwas verspätet am Steinbruch eintreffe, warten schon fünf. Alle bis auf einen hatten eine sehr weite Anreise (zwei kamen schon gestern an).

Wir verteilen eine Menge Gepäck: 2 Tauchflaschen, etliche Kilo Blei, 2 Schlafsäcke, Kocher und Kartusche fürs Biwak, ein leerer 10l Wasserbehälter, eine Tonne mit den persönlichen Utensilien von uns allen, ein weiterer Behälter. Es ist also genug Gepäck für alle da.

In der Verbindungsröhre zwischen Saurierkluft und Kluft1 steht ein durchgehender See, so viel Wasser wie noch nie, da bleibt keiner trocken. Dafür glitscht es danach umso besser. Den vorderen Zwei drücke ich die Pläne mit markiertem Hauptweg in die Hand, sie sind die „Pfadfinder“, ich krieche als Dritter hinterher, und muss nur selten korrigierend eingreifen. Zweck der Übung ist, dass möglichst viele den Weg nach hinten und vor allem wieder hinaus lernen. Ab und zu wechseln wir die „Pfadfinder“.

Niemand lässt sich abschrecken, alles sind sehr fit und gut gelaunt, so dass wir nach ca. 2,5 Std. das Biwak erreichen. Dort deponieren wir das mitgebrachte Biwakmaterial.

Weiter geht's mit Tauchflaschen, Blei Richtung Wassergang. Es werden jede Menge Fotos gemacht, inklusive einer kleinen Film-Sequenz. Das war ein Ziel der heutigen Tour, denn von dem Wassergang gab es bisher flussabwärts kaum verwertbare Fotos. Die vorgesehenen 2 Stunden vergehen im Nu. Um 17:00 ist es Zeit den Rückweg anzutreten, denn um 21:00 schließen die Supermärkte und wir wollen ja noch Grillzeugs kaufen. Der Rückweg ist deutlich schneller, weil wir weniger Gepäck haben. Um 19:00, wieder eingenässt, sind wir endlich draußen, wunderschönes Wetter begrüßt uns. Es wird schnell dunkel, und wir unterhalten uns beim Grill bestens über „Gott und die Welt“.

Zwei Teilnehmer treten gegen 23:00 noch eine lange Rückfahrt an, während die zwei Anderen noch einmal übernachten. So geht ein produktiver Tag zu Ende, bei dem alles geklappt hat. Alle sind zwar recht geschafft, aber eine „nie wieder“ Stimmung trat nicht auf. Das lässt hoffen für die Zukunft.

Michael Wasmund

vorher nachher

Vorher

Nachher

Wassergang Wassergang

Wassergang

Wassergang

Alle Bilder fotografiert von: Otto Schwabe, HV Blaubeuren e.V.


Tourenbericht Wochenende 15. - 17.April 2016

Freitag, 15. April.

oko.jpg Am späten Freitag Vormittag begeben wir uns mit vollbepacktem Auto via A81/A6 nach Hohenlohe. Diesmal ist das Auto besonders voll: Außer HöFo-Ausrüstung, Hund & Hunde-Zubehör transportieren wir noch eine Menge Material für das zukünftige Fulab-Biwak.

In Rot am See „brunchen“ wir erstmals ganz gemütlich in der Bäckerei bei grauem Wetter. Der Elan bzw. die Vorfreude hält sich noch in Grenzen. Wegen einer unfall-bedingten Straßensperrung geht's weiter auf Umwegen. Wir erreichen Naicha und beziehen unser Quartier.

Die „Chefin“ erzählt uns von einem Einbruch im geteertem Feldweg östlich Schmalfelden südlich des Wasserturms. Der wurde erst ganz kürzlich repariert. Wir fahren sofort hin. Die halbe Seite des schmalen Fahrwegs wurde repariert, das Loch kann also nicht all zu groß gewesen sein. Laut Plan lag es nicht über dem Wassergang, sondern etwa 50m vom Wassergang entfernt.


s2ein1.jpg Weiter geht's zum alten Gammesfelder Steinbruch, in dem der Fluss deutlich erhöht plätschert. Auf dem Weiterweg zur S2 bleiben wir mit dem Auto fast im aufgeweichtem Fahrweg stecken. Unten im Eingang (Bild rechts) rauscht der Bach, d.h. leichtes Hochwasser. Ich nehme Maß am Deckel, um den später mal mit Teleskop-Dämpfern auszustatten.

Zurück im Quartier in Naicha sind Dirk und Sibylle nun auch da. Sie haben die Klüfte 1 bis 11 abgeklappert - ohne bedeutendes Neuland zu finden. Die Versturzzone im Norden scheint unüberwindbar.

Nach und nach treffen Mitglieder der Arge Grabenstetten und deren Frauen und Kinder ein. Sie verbringen hier ihr Familen-Wochenende.

Ich zeige den Interessierten Videos von Fulab und S2, damit sich keiner Illusionen macht. Dirk & Sibylle zeigen danach eine sehr schön zusammengestellte Foto-Show des Fuchslabyrinths die ordentlich Eindruck macht.

Erst um 21:00 kristallisiert sich heraus, wer was morgen machen möchte: Fürs Fulab möchten drei Personen bis zum Wassergang mit, die anderen werden sich erst die Heinzengrabenhöhle, dann die S2 anschauen.

Samstag, 16. April

Als wir 30 Min. verspätet am Fulab-Eingang bei Dauerregen eintreffen, warten Dirk & Sibylle schon ungeduldig. Jeder Teilnehmer wird mit einem Gepäckstück ausgestattet, ich nehme sogar zwei, dann kann es losgehen. Die 12l-Tonnen habe ich zum ersten Mal dabei, sie erwiesen sich als äußerst geeignet, besser als Schleifsäcke und sogar besser als die 10l-Kanister. Problemlos kann ich eine Tonne am Fahrradschlauch hinter mir herziehen und gleichzeitig eine weitere vor mir her schubsen.

Unsere drei Gäste kommen sehr gut zurecht. So erreichen wir nach ca. 2 Std. die ehemalige „Karbidhalle“ (benannt nach einer Wanne verbrauchten Karbids aus grauer Vorzeit, die dort immer noch ist), und deponieren das umfangreiche Biwakmaterial. Der Raum erweist sich tatsächlich als Biwak-geeignet: Es ist reichlich Platz für „Küche“ und „Materiallager“, und es gibt Lehmboden für mindestens drei Leute (der allerdings noch etwas egalisiert werden müsste.

Dirk & Sibylle sind noch mit einer besonders lästigen Engstelle in der mühsamen „Karl-Marx-Allee“ beschäftigt. Chris und ich führen die drei Gäste zum Wassergang, den sie einige hundert Meter weit inspizieren, eben so weit wie man ohne Neopren kommt. Leider hat keiner eine Kamera dabei, so dass es wieder keine Fotos aus dem Wassergang gibt. Immerhin zeigt sich, dass man sogar bei erhöhtem Wasserstand flussabwärts ziemlich weit kommt ohne Neopren.

Als die drei zurückkommen ist es uns (Chris und mir) schon ordentlich kalt, weil ich nur ein T-Shirt mit Ärmeln unter dem Schlaz habe (das ist ansonsten optimal fürs Fulab).

Außer Dirk & Sibylle treten alle den Rückweg an. Unsere Gäste finden den Weg selbstständig ohne Probleme, dank Markiersteinen, die „falsche“ Wege absperren. Die Luft in der Höhle auf dem Rückweg ist ungewohnt frisch, das Wetter draußen muss sich geändert haben.

Nach ca. 6 Stunden kommen wir früher als geplant aus der Höhle. Angenehmer Weise regnet es draußen nicht mehr, dafür weht ein kalter Wind. Ca. drei Stunden später erscheinen Dirk und Sibylle und haben Aufregendes zu berichten: Hinter einer mühsam erweiterten Engstelle geht es in verschiedenen Richtungen „open end“ weiter.

Zurück im Quartier fällt der anvisierte Grillabend sehr kurz aus, weil der Regen wiedereinsetzt. Dafür wird es in der Wohnung umso gemütlicher. Alle erzählen von ihren heutigen Touren.

Sonntag, 17. April

Heute will niemand mehr in eine Höhle, überall türmen sich dreckige Klamotten. Es regnet wieder.

Thomas Rathgeber trifft ein, um eine Oberflächen-Exkursion anzubieten. Mit Dirk & Sibylle fahren wir nach Bettenfeld. Dort sind alle Quellen mehr als aktiv. Auch der „Notgang“ führt ordentlich Wasser.

Der von uns vor zwei Jahren aufgegrabene gut bewetterte Überlauf hinter dem Haus „Bettenfeld “ scheint allerdings nicht aktiv, obwohl die Quelle unter der Strasse stark schüttet. So bleibt den neuen Besitzern des Überlaufs evtl. ihr erstes hauseigenes Hochwasser erspart. Wir wissen immer noch nicht, ob die Quelle mit der Schandtauberhöhle verbunden ist oder eine separate Höhle ist oder eine Kombination von beidem.

Bei der S2 quillt das Hochwasser aus dem Trockental hinauf mit aller Macht, und die Höhle selbst läuft auch über - ein seltenes Bild, zumal die Höhle gestern noch mehre hundert Meter befahrbar war.

Beim alten Gammesfelder Steinbruch treffen wir auf die Teilnehmer der Oberflächenexkursion. Der Steinbruch ist geflutet. Dort wo der Bach entspringt (Eingang S3 bzw. „Rohrbrunnenhöhle“) drückt das Wasser kraftvoll pulsierend nach oben. Vielleicht müsste man doch mal die Naturschutzbehörde überzeugen, dass hier ein besserer Abfluss gebraucht wird, um das Ertrinken zahlreicher Arten zu vermeiden. Auf die Weise bekämen wir evtl. einen „Hintereingang“ in die S2.

Michael Wasmund

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S2 Überlauf

S2 Eingang am
17. 4.2016

Quelle aus der S2, Bettenfeld

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Schandtauber in Bettenfeld
(Alle Bilder: Sibylle Mertsch)


Tourenbericht Haugenlochhöhle, 12, April 2016

Mit drei Mitgliedern der Arge Höhle und Karst Grabenstetten treffen wir uns vor der Haugenlochhöhle. Ziel ist der äusserst schlammige, sehr nasse „Windschluf“, benannt nach dem beeindruckenden Luftzug, der eine Fortsetzung vermuten lässt.

Vor ca. 30 Jahren hatte ich mich dort schon hineingeschoben ohne viel ausrichten zu können. Die nahe Quelle und die Überdeckung von fast 100 Metern erinnern an die Lage der Falkensteiner Höhle, und lassen Grosses vermuten.

Zwei von uns schieben sich heute tatsächlich auf dem Rücken mit der Nase an der Decke und den Ohren im Wasser durch den Halbsiphon. Dahinter ist es „trocken“, eine Pilot-Grabung sieht vielversprechend aus. Genug, um hier später weiterzumachen, trotz der sehr schwierigen Bedingungen.

Michael Wasmund


Tourenbericht Exkursion Schmalfelden 09. Januar 2016

Die erste Exkursion des Jahres 2016 führte uns wieder mal nach Schmalfelden, aus zwei Anlässen:
1. Steinbruch-Besichtigung mit Geologe Dr. Theo Simon
2. Niveau-Vermessung der Wasserspiegel

Zum ersten Thema: Dr. Simon's Interesse wurde geweckt durch meinen Vortrag „10km Fuchslabyrinth - eine Bestandsaufnahme“ auf dem Karstsymposium Laichingen im Dezember 2015. Als Verfasser vieler geologischer Karten kennt er die Geologie der Region bis ins Detail.

Den Steinbruch kannte er schon aus früheren Jahren, aber nicht im aktuellen Zustand. Während der Besichtigung diskutierten wir u.a. über die Wasserdurchlässigkeit von Lettenkeuper. Auch über die Herkunft der umfangreichen Sedimente diskutierten wir. Um von bloßen Vermutungen hin zu belastbaren Hypothesen zu kommen, wollen wir uns ca. im März wieder treffen um das Thema zu vertiefen. Theo Simon überließ uns leihweise eine Menge Literatur zum vorherigen Studium. Ein weiterer Schritt der Erweckung des Fuchslabyrinths aus dem Dornröschen-Schlaf, in wissenschaftlicher Hinsicht.

Nach der Abreise von Theo Simon wandten wir uns der Pumpenhausdoline zu. Diese weist zwei unterschiedliche Wasserstände auf: Am Grunde der Doline ein auch diesmal wieder trüber Wasserspiegel, unter dem sich der noch nicht befahrbare Zugang zu einer Unterwasserhöhle befindet, und im Pumpenhaus selbst ein höher gelegener, klarer Wasserspiegel. Letztere könnte unter Umständen das Ende der Ölloch-Höhle sein. Markus schlug schon vor längerer Zeit eine Niveau-Vermessung vor, die wir nun durchführten. Wir möchten gerne wissen, wie die verschiedenen Spiegel zusammenpassen: Pumpenhaus-Doline, Ölloch-Höhle, die Seen im Steinbruch.

Michael Wasmund


Forschungswochende Fuchslabyrinth am 15. und 16. 08. 2015

15aug15.jpg Kurz entschlossen haben wir uns wieder einmal in die unterirdischen „Tiefen“ Schmalfeldens verkrochen, um dem Dauer-Regen zu entgehen.

Zur Vorbereitung der Touren wurde ein Teil des Höhlenplanes mit „Fragezeichen“ gespickt. Von den zahlreichen Optionen konnten zwei geklärt werden.

Insgesamt wurden 67m neu vermessen. Allein eine neu entdeckte Kluft, die sog. „Büchsen-Kluft“, ergab 39m.

Das Fulab wächst weiter...

Die Ellwanger.


Tourenbericht Fulab 16. - 18. Juli 2015 (Bilder anklicken zu Vergrößern)

Freitag, 18.07.15

1. Entdeckung „Sinterfahnen-Kluft“. Nicht alle Formationen sind so schön weiß wie im Bild rechts, manche sind von Natur aus mit Lehm bedeckt.

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2. Untersuchung zahlreicher Gangenden in verschiedenen eingangsnahen Klüften.

3. Vermessung der entdeckten kleineren Fortsetzungen.

Samstag 19.07.15

1. Erkundung des „Öldoms“, Er endet direkt danach an einem Siphon.
Die wochenlange Trockenheit hat am Wasserstand kaum etwas geändert.

2. Vermessung eines Umlaufs, Entdeckung und Vermessung eines weiteren Umlaufs.

3. Auf dem Weg zum Wassergang erfolgt das Anbringen von laminierten Teilplänen an verschiedenen Stellen, um die Orientierung zu erleichtern.

4. Bergung des Kragens eines mittelalterlichen Tongefässes. Interessant bei diesem Fund ist, dass es nicht am Boden des Flusses, sondern hochgelegen auf einem Sockel an der Wand abgelagert wurde, verfüllt mit Fluss-Sedimenten.

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5. Besuch der „Dorf-Doline“ von unten. Dort ist frisch nachgerutschter Zivilisations-Schutt zu sehen, die Räume sind weiter aufgefüllt als in Michaels Erinnerung von vor 30 Jahren.

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6. Erkundung „S“-Kluft nach Norden endet an schwierigem Schlüsselloch-Schluf.

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7. Vermessung kleinerer Verbindungsgänge in der Nähe der „Karbidhalle“.

8. Besuch des „GW-Ganges“ (Großer Wirbelgang), um einen nicht richtig vermessenen Abzweig dem Plan hinzuzufügen.

9. „Rücksturz“ zum Eingang in rekordverdächtigem Express-Tempo.


1. Forschungs-Wochenende im Fulab 11. - 14. Juni 2015

DO. - 11.06.15
Wiederaufnahme der Fulab-Forschung nach Klärung der Zugangsproblematik.
Suche nach Verbindung Fuchslabyrinth - Skelettspalte (Kat.Nr. 6626/03C) erfolglos.

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Fulabdeckel-Öffnung 2015.

Nach ½ Jahr Abstinenz wieder „Krabbel-Feeling“.

FR. - 12.06.15
1. Fuchslabyrinth: Inspektion Klüfte 1-4. Vermessung einiger Querverbindungen.
2. Ölloch: Klärung einer Ungereimtheit in der Vermessung unter schwierigen Bedingungen.
3. Verbesserung des Ablaufs Speckheimer Siphon. Auspumpen wäre am aussichtsreichsten.
   Nach einer längeren Dürreperiode soll nochmal nachgeschaut werden.

Neonieren vorm Ölloch 1 Neonieren vorm Ölloch 2 Neonieren vorm Ölloch 3 Neonieren vorm Ölloch 4

Neonieren vorm Ölloch

SA. - 13.06.15
Fuchslabyrinth:
1. Entdeckung „Zapfenkluft“ (ca. 40 noch unvermessene Meter)
2. Vermessung einer Kluft im nördlichsten Bereich nahe des ursprünglichen Eingangs.

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Immer wieder stecken Knochen in den Wänden.

Das Ende von Kluft Nr. 1




Forschungswochenende in Schmalfelden am Himmelfahrt 13. - 17. Mai 2015

Dieses ausgedehnte und gut besuchte Himmelfahrts-Forschungslager machte allen Teilnehmern mächtig Spaß (insbesondere der Besuch des Bockbierfestes in Raboldshausen) bei optimalem Wetter (Bilder anklicken zum Vergrößern),

Steinbruch Raboldshausener Bockbierfest

Steinbruch.

Raboldshausener Bockbierfest.

Die Ergebnisse zeigen, daß es auch außerhalb des Fuchslabyrinthes genug zu entdecken und zu erforschen gibt:

1. Entdeckung und Erstbefahrung „Bootshöhle“ ca. 20 m lang, wassererfüllter mäandrierender Verlauf, äußerst schlammig. Führt leicht abwärts unter Seeniveau.

Eine schlammige Angelegenheit

Eine schlammige Angelegenheit

2. Inspektion Endversturz S2. Grabungsstelle in Summe sehr fragil, unübersichtlich. Höchste Anerkennung für die Pioniere!

Der Weg zum S2 Versturz 1 Der Weg zum S2 Versturz 2

Der Weg zum S2 Versturz.

3. Vermessung Ölloch bis zum nördlichen Siphon (auch „Speckheimer Siphon“ genannt). Versuch der Absenkung des Wasserspiegels.

Besuch im Ölloch Knochen im Ölloch Nordgang

Besuch im Ölloch

Knochen im Ölloch Nordgang

Der Lehmpampengang, eine ganz saubere Sache

Der Lehmpampengang, eine ganz saubere Sache

4. Vermessung der „Säbel-Spalte“ bei Creglingen.

Säbel-Spalte

Die „Säbel-Spalte“

5. Unterstützung geologische Untersuchungen im Fuchslabyrinth von Dr. Martin Trappe.
Für die Zusammenfassung (Höhlensedimente im Fuchslabyrinth) hier klicken (23 kB).

T-Online Server Error (Der Weg zu den Sediment-Proben 1) T-Online Server Error (Der Weg zu den Sediment-Proben 1)

Der Weg zu den Sediment-Proben

Fuchslab Gangsediment 1 T-Online Server Error (Fuchslab Gangsediment 2)

Fuchslab Gangsediment


Hauptversammlung der ARGE Höhle und Karst Stuttgart am 26. April 2015 in Bettenfeld

Die 41. Mitgliederversammlung der ARGE Höhle und Karst Stuttgart fand am 26. April 2015 statt. Der Ort war die Gaststätte „Rappen“ in Bettenfeld bei Frau Hahn.
Gasthaus Rappen

Hier fanden schon viele Arge-Treffen statt und hier begann auch die Schandtauberhöhlen-Forschung in den 70er Jahren. Also ein Ort mit Tradition.

Als gemeinschaftliche Auftakt-Exkursion am Vortag war eigentlich die Gipshöhle „Höllern“ vorgesehen, was aus Naturschutzgründen allerdings ausfallen musste. Stattdessen durchwanderten wir das wildromantische Schmerachtal, in dem sich einige Muschelkalkhöhlen befinden. Die nicht ganz einfach erreichbaren Eingänge von zwei Höhlen wurden aufgesucht. Von sehr kurzen Schauern abgesehen blieb uns das Wetter gnädig. Die Nässe kam eher von unten, beim häufigen, eigentlich nicht erwarteten, Durchqueren der Schmerach.

Wieder zurück in Bettenfeld trafen weitere Mitglieder ein. Nach gemeinsamen Abendessen begann die Vortrags-Serie, beginnend mit Michael Wasmund's Zusammenfassung der Forschungsaktivitäten in und um das Fuchslabyrinth. Besonders hervorzuheben ist dabei das Erreichen einer Gesamtlänge von 10064m, dank intensiven Engagements befreundeter Forscher. Er präsentierte eine Liste von Forschungsprojekten, die hier zu finden ist.

Es folgten Vorträge von Thomas Rathgeber zur Verkarstung in Südaustralien, und von Markus Pantle, der interessante Forschungen in seiner Region präsentierte. Abgerundet wurde der Abend durch eine außerordentlich umfangreiche Bilderserie, die Wolfgang Strittmatter aus seiner Region des Oberen Neckars zeigte.

Auf der formellen Mitgliederversammlung am nächsten Tag wurden die Ehrenamtsträger entlastet und zwei neue Mitglieder aufgenommen. Ralph Müller, Gründungsmitglied der Arge, erklärte überraschend seinen Austritt.

Die Versammlung endete mit der Planung von Aktivitäten für den Rest des Jahres.

Forschungen im April 2015, Schmalfelden.

1. Grabung in der Pumpenausdoline

Erforschungsteam: Dirk Schröder und Sibylle Mertsch

Nach erfolgreichem Abschluss des Genehmigungsverfahrens fand im April eine erste Grabung in der Pumpenhausdoline in Schmalfelden statt.
Für dieses Projekts gibt es mehrere Motive:

  • Möglicher Tauch-Zugang zum nur 100m entfernten Ende des Fulab-Wasserganges.
  • Möglicher Tauch-Zugang zum nur 150m entfernten Ende des Öllochs
  • Untermauerung der Berichte über „“ und „unterirdischen Seen“ in alten Oberamtsbeschreibungen und im Volksmund
  • Klärung der historischen Einbringung der mittelalterlichen Scherben in das Fuchslabyrinth

Die ohne Hilfsmittel ausgeführte Grabung selbst gestaltete sich äusserst mühsam, da unter dem Wasserspiegel liegende Steine ausgeräumt werden müssen, was angesichts der Enge und des trüben Wassers schwierig ist. Jedenfalls konnte geklärt werden, das ein knapp über dem Wasserspiegel liegendes verlehmtes Mini-Profil zu nichts führt.

Eine wesentlich grössere Menge von Steinen muss bewegt werden, um Platz zu schaffen, wozu u.U. Geräte notwendig sind. Trotz der mäßigen Attraktivität dieser Arbeiten ist dies eins der wenigen Projekte, wo auch nicht ganz so schlanke Forscher helfen können.

Pumpenhausdoline vorher

Pumpenhausdoline vorher

Pumpenhausdoline nachher

Pumpenhausdoline nachher


2) Rummelschacht

Erforschungsteam: Dirk Schröder und Sibylle Mertsch

Diese verrohrte ehemalige Doline ist ca. 250m Luftlinie vom Wassergang des Fuchslabyrinthes entfernt. Am Grund ist eine kleine aber feuchte Kammer.

Hier wurde schon vor 20 Jahren versucht weiter vorzudringen, bis zu einer niedrigen Schichtfuge, die allerdings sehr gut bewettert ist.

Eine erneute, mit freundlicher Unterstützung des Grundstücksbesitzers, durchgeführte Inspektion ergab, daß hier mit vertretbarem Aufwand nichts zu machen ist. Eine Vermessung und vollständige Dokumentation ist geplant.
Rummelschacht Einstieg

Rummelschacht Einstieg

Derzeitiger Endpunkt

Derzeitiger Endpunkt


Tourenbericht Fuchslabyrinth 14. August 2014

Teilnehmer: Michael Wasmund, Susanne und Max Prechtel.

Vorhaben: 1. Vermessung in Kluft23, 2. Aufgraben Ende Kluft 18.
Schachtdeckelheber
Susanne hatte die Idee einer „mittwöchigen“ Tour. Das südliche Ende der 18. Kluft, nur wenige Meter vom „Sinterlabyrinth“ entfernt, läßt ihr keine Ruhe.
Sie holt mich um 09:00 am Bahnhof Ellwangen ab, kurz nach 10:00 sind wir bei Ralph. Bei Amazon habe ich zwei Schachtdeckelheberhaken gekauft, die sich beim öffnen des sehr schweren Deckels sehr bewähren. Neue Gänge


Nach dem letzten bekannten Messpunkt wird es gleich richtig eng. Susanne betätigt sich als Maulwurf und erweitert hier und da. Wir gelangen in eine überraschend geräumige Kammer, von der es in diversen Richtungen weiter geht. Wandsinter, feuchter Boden. Mit Max vermesse ich bis zum Ende des Ganges, die anderen Abzweigungen werden bald unbefahrbar eng. Auf dem Rückweg noch ein Blick in ein total weiss versintertes Gang-Endstück.


Auf dem Rückweg krabbelt Susanne ans Südende der 18. Kluft, um dort „schnell noch eben“ die 10cm Engstelle passierbar zu machen. Weder Max noch ich passen durch die davor liegende Engstelle. So macht sie's allein. Nach einer Weile gibt sie auf, weil unter dem weissen Lehm eine äusserst zähe schwarze Tonschicht ist, die anderes Grabungs-werkzeug erfordert. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben (Bild rechts anklicken zum vergrößern).


Kurz vor fünf sind wir wieder draussen, Gunhild serviert Apfelkuchen, Ralph erzählt Geschichten aus früheren Zeiten.

Michael Wasmund.



Am Wochenende zum 26 - 27 Juli 2014 wurde weiter im Fuchslab geforscht.

Das Vorhaben war:
1. Probenentnahme für Sedimentanalyse,
2. Erkundung des Wasserganges via eine neue Abkürzung


Für den Tourenbericht bitte hier klicken (126 kB).


Tourenbericht Grabung Bettenfeld 28. Juni 2014

Vorhaben: Zugang zu neuer Höhle aufgraben.

In Bettenfeld fiel uns schon vor langem ein stark bewetterter Hochwasser-Austritt auf. Er liegt nur wenige Meter über einer Quelle. Das Ganze nur wenige hundert Meter nördlich der bekannten Schandtauberhöhle S1. Es könnte sich um einen „Hintereingang“ in die Schandtauberhöhle handeln, oder/und um ein separates Höhlensystem. Wenn man die ausgeprägte Kluft des „Gotischen Ganges“ in der S1 verlängert, zielt diese ungefähr auf den Hochwasseraustritt.

Färbeversuche von Zander 1973 bewiesen, daß Wässer von Nordwesten (Spindelbach) nach Bettenfeld fliessen. Der Hochwasseraustritt liegt genau auf dieser Linie. Die Wässer von Spindelbach fliessen allerdings auch zu den Burgstallquellen, so daß wir im Idealfall über diesen Hochwasser-Austritt evtl. in das Burgstall-System kommen könnten.

Trotz sehr weiter Anfahrt konnte ich Daniel's und Wolfgang's Interesse gewinnen, sich das mal näher anzuschauen. Nach einigen Stunden Grabung und Fels-Zertrümmerung (mittels Steinmetzkeilen) hinterlassen die drei einen schön gestalteten Hochwasser-Austritt, allerdings noch ohne Höhle. Anstehender Fels ist trotz des steilen Hangs nicht zu sehen. Jetzt müsste erstmal abgestützt werden, bevor man entlang des Luftzuges nach schräg unten weitergraben kann.

Ob und wann es damit weitergeht, hängt vom Interesse der „Gräber“ ab, die noch viele andere Projekte haben.

Kleintier
Grabung Bettenfeld
Geschrieben 02. Juli 2014 von Michael Wasmund. Bilder von Wolfgang Strittmatter.

Neuer Tourenbericht Fuchslabyrinth 27.-29. Juni 2014

Wassergang Abkürzung Teilnehmer: Christopher Ross, Michael Wasmund, Katja Hirnickel, Dirk Schröder, Sibylle Mertsch, Susanne Prechtel.

Vorhaben: Den Weg zum Wassergang verkürzen.

Um den Weg zum Wassergang zu bahnen bedeutet: Ausgraben der „Rippchenröhre“ und erweitern eines bisher noch zu engen Fels-Fensters, das von der „Rippchen-Röhre“ in bereits vermessene Gänge führt.

Damit es auch wirklich klappt, haben Sibylle und Dirk gleich am Freitag für 16:00 eine erste Tour angesetzt. Dabei soll ein neues Felsbearbeitungs-Verfahren verwendet werden, daß sich anderenorts sehr bewährt hat. Beim Bohren der dafür notwendigen Löcher ist der Akku der Bohrmaschine leider schnell leer und der Bohrer krumm. Das eingesetzte Erweiterungs-mittel erweist sich auch nicht so effektiv wie gehofft.

Am Samstag wird deshalb eine Stromleitung (freundlicherweise von Ralph Müller zur Verfügung gestellt) in der Höhle verlegt. Doch, wie beim letzten Mal, kommt diesmal kein Strom. Eine Stunde später ist Sibylle wieder in Ralph’s Keller, um festzustellen, daß das Kabel nicht eingestöpselt ist.
Typischer Gang
Nach Behebung dieser Panne wird weiter gebohrt und erweitert, aber ohne große Fortschritte. Dirk hat derweil mit Hilfe der Anderen einen Haufen Lehm von der Baustelle entfernt. An der Gangdecke öffnet sich in nördlicher Richtung ein kleines Loch, daß schnell auf Durchschlupgröße erweitert wird.

Dirk, Sibylle und Katja befahren die ca. 35m lange neuentdeckte Passage. „Gang“ kann man das nicht nennen. Am Ende  mündet die Passage in den bekannten „K-Gang“ ein, aber nur Katja kann anfänglich den Durchschlupf passieren.

In einem zweiten Anlauf schaffen es auch Dirk und Sybille durch die Engstelle, allerdings nur „halbnackt“. Groß ist die Freude bei allen, als die drei auf der Rückseite des Fels-Fensters auftauchen und man sich die Hände schüttelt. So ist wenigstens verifiziert, daß die „Abkürzung“ wirklich dort herauskommt, wo sie erwartet wurde, und sich weitere Arbeit an der „Baustelle“ lohnt.

Inzwischen haben Susanne und Chris die „Rippchenröhre“ nahezu autobahn-ähnlich ausgegraben, Platz für Abraum ist im „Plutogang“ jetzt keiner mehr.
Gang Erweiterung Die Vermessung dieser „Rundtour“ ist eine Premiere in mehrfacher Hinsicht: Zum ersten Mal kommt im Fulab „DistoX“ zum Einsatz. Katja teilt sich mit mir die Vermessungsarbeit und kommt gut mit dem neuen Gerät zurecht. Der Fehler dieser „Rundtour“ liegt bei nur 0,5%, ein sehr guter Wert. Das Grundriss-Zeichnen und die Messpunkt-Numerierung sind allerdings noch gewöhnungsbedürftig, ebenso wie der Transfer der Messdaten (wozu ein weiteres Programm notwendig ist, wie sich später zeigt).

Alles in allem ein guter Fortschritt, auch wenn es noch etwas dauern wird, bis die „Abkürzung“ vom „Höhlenverkehrsminister“ freigegeben werden kann.

Michael Wasmund.


Vom 4. - 8. September 2013 fand eine Forschungswoche in Schmalfelden statt, mit folgenden Ergebnissen:

  • S2: Standorfer Siphon ca. 15m weit betaucht, kein Ende erreicht.
  • Fuchslabyrinth:
    • Mögliche Verbindung zwischen Fulab und Skelettspalte identifiziert und erweitert.
    • Grundriss des Oberlaufs im Wassergang auf ca. 120m Länge komplettiert.
    • Oberlaufs im Wassergang des Fulab erstreckt sich jenseits der bisherigen Vermessung mindestens weitere 60m, ohne sichtbares Ende. Entfernung zur Dorfdoline nur ca. 100m (Luftlinie).
    • Bergung zahlreicher mittelalterlicher Scherben und Knochen aus dem Wassergang.
    • Messfehler im Bereich der 9. Kluft bereinigt.
    • Verlauf eines ehem. Baches (Kluft 11-15) kartiert.
  • Besitzer des Reuschholz bestätigt Lage des ehem. Bohrlochs.
  • Besitzer des Reuschholz zeigt neuen Einbruch am Rande eines seiner Felder.
  • Zugang zu: Wolpertshäuser Schächte, Rudelsdorfer Schacht, Spielbacher Schacht verifiziert.
  • Wasser-Niveaus in der Schmalfeldener Ortsdoline eingemessen.
  • Oberrimbacher Ortsquelle befahren und Wasseraustritt fotografiert.
  • Wasserstollen bei Kirchberg vermessen.
Für den ausführlichen Bericht (pdf) click hier (1,2 MB).

Tourenbericht Fuchslabrynth 2013

Teilnehmer: Christopher Ross, Michael Wasmund

Vorhaben: „Plutoschluf“ vermessen, Fortsetzungsmöglichkeiten im „Plutogang“ erkunden, Knochen fotografieren.

Nach Anreise am Vorabend und Übernachtung im Waschhaus beginnen wir die Tour am Samstag recht entspannt. Ralph überreichen wir ein Metallschild „Vorsicht Engstelle“ zur Befestigung am Boden des Eingangs-Schachtes. Dieser Gag sorgt schon mal für gute Laune

Mit je einem Gepäckstück und 4x2m PvC-Rohr (20mm Durchmesser) rumpeln wir in den „C-Gang“. 2,5m nördlich von MP „C19“ schiebe ich insgesamt 8 Meter Rohr in Richtung 230° (siehe Strich im Bild), in der Hoffnung, das andere Ende im „Pluto-Gang“ zu sichten und somit einen Ringschluss (zwecks Korrektur der Vermessung) zu erzeugen.
Zu Hause stellt sich dann heraus, dass die gewählte Stelle nicht gerade optimal war, und deshalb das Röhrchen den Pluto-Gang gar nicht erreichen konnte.



C-Gang und Pluto Gang
Nachdem dies erledigt ist, machen wir uns an die Vermessung des „Pluto-Schlufs“. Ich schlufe mit den Füßen zuerst hinein, setzte Messpunkte, während Chris vorwärts hineinschlufend misst und schreibt. Tatsächlich müssen wir nur drei Messpunkte setzen für die ca. 7 Meter, allerdings unter akrobatischen Verrenkungen.
C-Gang und Pluto Gang

Als nächstes schaue ich mir das Süd-Ende des „Pluto-Ganges“ genauer an. Eindeutig geht es hier gerade aus nach Süden weiter, allerdings lässt eine heruntergebrochene Deckenplatte einen kaum 30cm breiten Spalt frei, hier müsste man entweder meißeln oder die Platte untergraben, um durchzukommen. Weiter hinten besteht die linke Wand aus Versturzbrocken, an denen man eventuell vorbei käme, aber sehr eng. Sehr wahrscheinlich zweigt auch nach rechts etwas flach ab, allerdings kann man das nicht einsehen.

Wenige Meter vor dem Süd-Ende zweigt spitzwinklig rechts eine nicht schlufbare Röhre nach etwa Norden ab. Diese Röhre mündet nach ca. 2-3 Metern in eine Querkluft, die durchaus befahrbar aussieht. Die Querkluft ist so nah am „Pluto-Gang“, dass sie eigentlich in dieses einmünden müsste. An der entsprechenden Stelle ist jedoch nur ein total verlehmtes „Schlüsselloch“ Gangprofil zu sehen. Das grabe ich kurz an, aber offensichtlich ist die „Lehmplombe“ doch etwas länger. Hier würde es sich definitiv lohnen, 1-2 Std. zu graben, um dann evtl. so in die westlichen Gänge zu kommen, als Alternative zu dem viel zu engen „K-Gang-Verbindungsschluf“.

Weiter geht’s in die Mitte des Pluto-Ganges, bei ca. MP 202. Dicht beieinander sieht man hier:
a) Gipsnadeln, ca. 10cm lang,
b) kleinere Knochen, die bei Berührung zu Staub zerfallen, Wahrscheinlich Mittelhand und Zehenknochen eines Säugetiers (Katze?, Fuchs?, Hase?).
c) eine verwestes Kleintier älteren Datums,
d) sehr gut versteckt ein ca. 10cm langer wohl prähistorischer Knochen, hängend an einer Deckenplatte, sehr schön herauspräpariert. Wahrscheinlich ein Saurierknochen. Evtl ein Unterarmknochen (Elle oder Speiche) eines großen Nothosauriers.

Gipsnadeln kleine Knochen
Kleintier Knochen
Wir fotografieren alles, allerdings mit einer einfachen Handy-Kamera, die nur sehr mäßige Bilder liefert.

Als zweitletzte Aktion wenden wir uns dem nördlichen Ende des „Pluto-Ganges“ zu. Die oben erwähnten PvC-Röhrchen sind nicht zu sehen. Nach wenigen Minuten Lehmschaufelei kann ich mich ca. 2m unter die östliche Wand schieben. Dort sieht man eine endlose flache Halle ohne Raumbegrenzung, angefüllt mit heruntergebrochenen Deckenplatten, die ca. 20cm Luft zwischen Platte und Decke lassen. Nicht weit vor mir gibt es eine Lücke zwischen den Platten, Nord/Süd verlaufend, in die man mit etwas Akrobatik evtl. hineinkommen könnte, um von dort aus nach Norden zu schlufen. So ganz wohl ist mir bei der Sache nicht, und früher oder später müsste man in dem bereits von Niko Löffelhardt vermessenen Gebiet (K-Gang) herauskommen.

Als letztes dann noch der Verbindungs-Schluf zum K-Gang. Chris hat den Einstieg etwas begradigt, so dass ich mit den Füßen zuerst bis zur Brust hineinkomme, evtl. auch weiter, aber dann wäre der Schluf gefüllt und ich könnte mich kaum bewegen (obwohl, mit den Füssen kann ich doch nach rechts und links mindestens 1m Breite ertasten). Wir können uns beide nicht überwinden, hineinzukriechen, obwohl das die Verbindung in Richtung Westen ist – wichtig für Ring-Korrektur und evtl. weitere Erforschung.
Verbindungs-Schluf zum K-Gang
Zum Abschluß:
Parallel zu unserer Tour vermessen Markus und Graham den Beton-Teil des Eingang 1 (siehe Bild unten).
Eingang

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